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Britta A. und Jafari - Was isst mein Kind? - kulturelle Unterschiede
Britta (39) lebt im gut bürgerlichen Hamburg-Volksdorf. Sie ist diplomierte Pädagogin und verheiratet mit einem Libanesen, der eine kleine Reparaturwerkstatt hat. Vor der Geburt ihres Sohns Jafari arbeitet Britta. Das Wunschkind kam auf die Welt und es prallten zwei völlig unterschiedliche kulturelle Vorstellungen und Traditionen über Erziehung aufeinander. Britta ist übervorsichtig, fast ängstlich, gut informiert durch ihr Studium und theoretisch gut vorgebildet, aber sie hat wenig lebenspraktische Erfahrung mit Kindern. Ihrem hohen Anspruch, alles richtig zu machen, kann sie kaum gerecht werden.
Britta hatte eine schwierige Schwangerschaft. Nach der Geburt und während der Elternzeit wurde Britta aus betriebsbedingten Gründen gekündigt. Sie hilft jetzt ihrem Mann im Betrieb.
Der Anruf bei der wellcome-Fee
Die Eltern von Jafari haben ein großes (Streit-)Thema: die Ernährung ihres Sohns. Erschwerend kommt hinzu, dass das Wunschkind Jafari seit der Geburt viele Allergien hat. Die wellcome-Ernährungsfee, eine ausgebildete Oecotrophologin, konnte viele wertvolle Tipps und Hilfen geben. Sie fungierte oft als neutrale Schiedsrichterin, zum Beispiel als der Vater von Jafari nicht einsehen konnte, dass ein dreimonatiger Säugling kein Joghurt mit Honig essen soll. Alle Kinder in Libyen werden – seiner Meinung nach – damit groß werden.
Jafari brauchte dringend Kontakt zu anderen Kindern. Er hat jetzt einen Platz in der Kinderkrippe und genießt es, mit anderen herumzutollen. Da seine Motorik durch einen Sehfehler etwas verzögert ist, sorgte die Fee dafür, dass er Frühförderung erhält. Die Fee machte Britta Mut, mehr auf ihre Intuition zu hören und ihrem Kind auch etwas zuzutrauen. Kleine Tipps halfen ihr, die Entwicklung des Kindes zu unterstützen.
Durch die Gespräche rund um das Thema Ernährung wurden viele kleine andere Missverständnisse aufgedeckt und konnten geklärt werden. Britta fühlte sich sicherer in ihrer Rolle als Mutter. Sie lernte auf sich zu achten, Jafari Grenzen zu setzen und kleine Auszeiten für sich zu nehmen. Gemeinsam mit der Fee erörterte Britta auch Fragen zu ihrer beruflichen Planung. Sie besprach die nächsten Schritte, um eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen, damit sie sich gesundheitlich wieder erholen kann.
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